Arthrose beim Hund mit Natürlichen Mitteln Behandeln

Arthrose ist ein häufiges Leiden des Hundes. Zusätzlich zur Behandlung mit entzündungshemmenden Medikamenten gibt es auch natürliche Hausmittel, die dabei helfen können, das Wohlbefinden deines Hundes zu steigern und sich damit auch positiv auf die Lebenserwartung auswirken können.

Ältere Hunde leiden häufig an Arthrose

Arthrose beim Hund ohne Schmerzmittel behandeln, ist das möglich?

Schmerzmittel sind ein wichtiger Eckpfeiler der Arthrosebehandlung, daher sollte es nicht das Ziel sein, die Gabe von schmerzstillenden Medikamenten um jeden Preis zu verhindern. Neben der Schmerzhemmung haben diese Medikamente auch eine entzündungshemmende Funktion und können sich so auch positiv auf den Krankheitsverlauf auswirken.

Bei allen Vorteilen sind Schmerzmittel jedoch nicht nebenwirkungsfrei. Aus diesem Grund ist es eine gute Idee, ihren Einsatz auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Die gute Nachricht ist, dass dies mithilfe zusätzlicher Maßnahmen auch möglich ist. Neben den Schmerzmitteln gibt es nämlich auch weitere Methoden, die für eine Schmerzhemmung sorgen und sich somit positiv auf die Lebensqualität deines Hundes auswirken.

Außerdem ist es wichtig, Situationen zu vermeiden, die zu einer Retraumatisierung der arthrotischen Gelenke führen. Dies könnte zum Beispiel Treppensteigen, das Springen in oder aus dem Auto oder ein rutschiger Untergrund in deiner Wohnung sein. Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um dies zu vermeiden, habe ich in diesem Artikel erläutert.

Hausmittel für Arthrose beim Hund

Neben der Gabe von Medikamenten kann auch auf diese natürlichen Hausmittel zurückgegriffen werden, um die Symptome einer Arthrose bei Hunden zu lindern. 

  • Teufelskralle wird schon seit vielen Jahren zur Behandlung von Gelenkbeschwerden bei Mensch und Tier eingesetzt. Ob sie wirklich wirkt, ist nicht eindeutig geklärt. Viele Menschen sind jedoch überzeugt von ihrer Wirkung. Präparate mit Teufelskralle sind als Ergänzung zu anderen Maßnahmen geeignet, nicht jedoch zur Therapie akuter Schmerzen.
  • Die Wirkung von Omega-3-Fettsäuren konnte hingegen belegt werden. Sie beruht auf der Unterdrückung entzündlicher Prozesse im Körper. Um sich positiv auf das Schmerzempfinden deines Hundes auszuwirken, sollte ihr Einsatz langfristig erfolgen, da erste Erfolge nach 6-8 Wochen zu erwarten sind. Gute Erfahrungen haben wir mit diesem* auf Amazon erhältlichen Präparat gemacht.
  • Chondroitinsulfat & Glucosamine sind die Klassiker der “Gelenkmittelchen”. Sie sind Baustein des Gelenkknorpels und hemmen gleichzeitig dessen Abbau durch die Arthrose. Die Beweislage für ihre Wirksamkeit ist durchwachsen, allerdings schadet die Gabe mit Sicherheit nicht.
  • Ingwer wird eine schmerzstillende und durchblutungsfördernde Wirkung zugesprochen.  
  • Auch das in Kurkuma enthaltene Curcumin steht im Ruf, entzündungshemmende Wirkung auf den Körper zu haben.
  • Grünlippenmuschel Extrakt ist reich an Omega-3-Fettsäuren und Glykosaminoglykanen. Daher rührt auch seine schmerz- und entzündungshemmende Wirkung.

Zusammenfassend kann man sagen, dass es auf dem Markt eine Vielzahl an Mitteln und noch mehr Produkte zur unterstützenden Behandlung von Arthrose beim Hund gibt. Mit Sicherheit ist es sinnvoll, das eine oder andere Präparat oder Mittel auszuprobieren, allerdings sollte es hier auch nicht übertrieben werden. 

Alternative Therapien für Arthrose beim Hund

Lange galten die Methoden, die ich im Folgenden vorstellen möchte als “alternative Therapien”. Mittlerweile gelten sie eher als sinnvolle Ergänzungen, um unseren Vierbeinern die bestmögliche Behandlung zu bieten. Viele renommierte Kleintierkliniken bieten nun auch eine große Bandbreite dieser ergänzenden Therapien an, weil sie ihren Nutzten erkannt haben.

Akupunktur ist eine sichere und bewährte Methode, die erfolgreich zur Behandlung von Tausenden von Hunden auf der ganzen Welt eingesetzt wurde. Sie wird zur Behandlung von Schmerzen und Gelenkentzündungen eingesetzt, indem sie die Selbstheilungskräfte des Körpers anregt.

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Akupunkturbehandlung bei Hund mit Arthrose

Chiropraktik ist eine manuelle Therapie zur Behandlung einer Vielzahl von Gesundheits- und Mobilitätsproblemen. Sie konzentriert sich auf die Korrektur von Subluxationen der Wirbelsäule, die Funktionsstörungen und Schmerzen im ganzen Körper verursachen. Hunde mit Arthrose profitieren von chiropraktischer Behandlung, da die Blutversorgung des betroffenen Gelenks optimiert und die Beweglichkeit der Gelenke verbessert wird. Tatsächlich kann Chiropraktik eine wichtige Rolle im ganzheitlichen Schmerzmanagementplan deines Hundes spielen.

Physiotherapie dient der Erhaltung der Beweglichkeit und der Lockerung angespannter und verhärteter Muskulatur. Da ein großer Anteil des Schmerzes aus der Muskulatur stammt, kann dies zu einer erheblichen Schmerzlinderung und Verbesserung der Beweglichkeit führen.

Hydrotherapie ist die Bewegung im Wasser. Das Gute daran ist, dass das Körpergewicht deines Hundes hierbei durch das Wasser unterstützt wird, während er seine Gelenke mit reduzierter Belastung bewegen kann. Außerdem wird die Muskulatur trainiert, die eine wichtige Haltefunktion für das Skelett wahrnimmt.

Hunde bei Hydrotherapie

Rotlichttherapie oder Infrarotlichttherapie ist eine extrem einfach, aber wirkungsvolle Therapiemöglichkeit für Arthrose beim Hund. Zusätzlich hat sie den Vorteil, dass sie im Vergleich zu vielen anderen Behandlungen sehr kostengünstig durchführbar ist, da du sie nach dem Kauf eines geeigneten Gerätes beliebig oft selber durchführen kannst. Neben dem schmerzlindernden Effekt ist Rotlicht auch entzündungshemmend und kann auch für andere Leiden deines Hundes benutzt werden.

Weitere typische Einsatzgebiete von Rotlichttherapie beim Hund sind: Muskelschmerzen, Entzündungen, Hautprobleme, Wunden und Reizungen der Bänder und Sehnen. Viele Hundebesitzer haben sehr gute Erfahrungen mit der LumaSoothe* Lichttherapieeinheit gemacht, schau hier* schnell den aktuellen Preis bei Amazon nach.

Massage für Arthrose bei Hunden

Genau wie die Rotlichttherapie hat die Massage den großen Vorteil, dass du sie selber anwenden kannst, um die Symptome von Arthrose bei deinem Hund zu lindern. Ein weiterer Vorteil ist auch, dass eine Massage auch die emotionale Nähe zwischen dir und deinem vierbeinigen Freund fördert, was zum einen schön ist und zum anderen fördert es das Wohlbefinden deines Hundes. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Massagemethoden und viele sind zur Behandlung von Arthrose geeignet. Ich möchte dir heute die Möglichkeit der Akupressur vorstellen, da sie neben der lokalen Behandlung auch noch weitere Wirkungen auf den Körper haben kann. 

Was ist Akupressur?

Unter Akupressur versteht man die manuelle Stimulation bestimmter Punkte auf der Körperoberfläche. Diese Technik wird seit mehreren Jahrtausenden in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) erfolgreich angewendet. Durch die Massage der Akupressurpunkte werden Verspannungen gelöst, Schmerzen gelindert und körpereigenen Botenstoffe zur Schmerzhemmung und Durchblutungsförderung ausgeschüttet.

Akupressurpunkte für Arthrose beim Hund

Eine regelmäßige Behandlung kann eine wichtige Rolle dabei spielen, die Arthrose-Erkrankung deines Hundes zu lindern. Außerdem werden durch die Massage die positiven Effekte der Medikamente und eventueller Akupunkturbehandlungen verstärkt.

Wenn dich diese Möglichkeit anspricht, empfehle ich dir auch diesen Artikel: Arthrose bei Hunden mit Akupressur behandeln.

Zusammenfassung

Wie du siehst, gibt es viele Möglichkeiten, die Arthrose deines Hundes mit natürlichen Mitteln zu behandeln. Die beschriebenen Methoden sollten niemals als Ersatz für eine medikamentöse Schmerztherapie gesehen werden. Ebenso sollte nicht davon ausgegangen werden, dass die alleinige Gabe von Schmerzmitteln ausreichend ist, um eine schmerzhafte Erkrankung wie Arthrose befriedigend zu managen.

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