Alles was Du zu Arthrose beim Hund wissen musst

Arthrose ist beim Hund eine extrem häufig. Die entzündliche Gelenkerkrankung tritt ab einem Alter von 8 Jahren bei der Mehrheit der Hunde auf. Dieser Ratgeber soll Hundebesitzern helfen, die Krankheit bei ihrem Vierbeiner zu erkennen und nach der Diagnose durch den Tierarzt die richtigen Schritte zur Begleitung ihres Hundes einzuleiten.

Was ist Arthrose beim Hund?

Lerne, was Arthrose beim Hund eigentlich ist und welche Bedeutung die Diagnose für deinen Vierbeiner hat.

Wie erkenne ich Arthrose bei meinem Hund?

Für eine frühzeitige Behandlung ist eine rechtzeitige Feststellung der Arthrose wichtig. Lerne die Anzeichen für Arthrose.

Was hilft wirklich bei Arthrose?

Nach der Diagnose „Arthrose“ sind viele Hundebesitzer überfordert mit der Vielzahl an Dingen, die es zu beachten gibt und der erschlagenden Menge an Therapiemöglichkeiten und Futterzusätzen. Kein Wunder, denn es gibt in der Tat einen unüberschaubaren Dschungel an unterschiedlichen Möglichkeiten an das Thema heranzugehen. Die Frage ist nur, was macht Sinn? Um diese Frage zu beantworten, möchte ich dir einen Plan vorstellen, der dich Schritt für Schritt durch den Prozess von der Erkennung der Arthrosen deines Hundes bis zur passenden Therapie führt.

Die ersten 4 Schritte – Von der Erkennung zur Erstbehandlung

Vom Verdacht zur Diagnose ist es kein so weiter Weg. Und wenn die Diagnose erstmal steht, werden in den meisten Fällen zuerst schmerzhemmende Medikamente verabreicht. Dies ist ein wichtiger Eckpfeiler der Behandlung von Arthrose beim Hund. Sinnvoll ist es auch sofort mit der Gabe von Supplementen zu beginnen. Einen Link zu einer Übersicht mit den gängigsten Präparaten findest du unten.

1. Verdacht erkennen

Erkennung ist als Erstes der wichtigste Punkt, um überhaupt weitere Maßnahmen einleiten zu können.
Anzeichen von Arthrose

2. Diagnose

Die Diagnose erfolgt durch deinen Tierarzt. Durch Untersuchung, bildgebende Verfahren.

3. Schmerzbehandlung

Die medikamentöse Schmerzbehandlung ist ein Eckpfeiler der Arthrosebehandlung beim Hund.
Schmerzmittel

4. Futterzusätze

Fast alle Hunde mit Arthrose bekommen unterstützend Futterzusätze.
Übersicht: Was macht Sinn?

Die ersten Schritte sind geschafft! An dieser Stelle ist es wichtig, einen Punkt zu verstehen: Die Diagnose Arthrose ist nur der Anfang einer Reise. Genau wie die Gabe von Schmerzmitteln ein äußerst wichtiger Bestandteil der Behandlung ist, aber nicht der einzige. Die Schmerzmittel dienen dazu, dass das Wohlbefinden deines Hundes verbessert wird, keine Frage. Was sie allerdings nicht tun können, ist die Gelenkfunktion zu verbessern und eine Retraumatisierung der betroffenen Gelenke verhindern.

Um zu verstehen, was arthrotische Gelenke zusätzlich beansprucht, schauen wir uns schnell an, was die häufigsten Auslöser von Arthrose beim Hund sind. Denn das sind genau die Dinge, die wir versuchen müssen in der Zukunft zu vermeiden, um die Erkrankung nicht noch schlimmer werden zu lassen

Auslöser von Arthrose beim Hund

Auslöser von Arthrose beim Hund sind neben schnellem Wachstum und Fehlstellungen auch Vorerkrankungen wie Hüft- und Ellbogendysplasie. Dies sind Dinge, die wir nicht vermeiden können und die ihre Auslöser in der Vergangenheit haben. Trotzdem gibt es Auslöser, die wir in Zukunft vermeiden können:

  • Übergewicht ist einer der häufigsten Auslöser von Arthrose. Neben dem zusätzlichen Gewicht der Körpermasse neigen Hunde mit Übergewicht zu Arthrose, weil das Fettgewebe hormonell aktiv ist. Das heißt, dass es den Körper permanent in den Zustand einer unterschwelligen Entzündung versetzt. Dies wiederum begünstigt die Entstehung von Gelenkentzündungen, also auch Arthrose.
  • Überbelastung der Gelenke führt auch zu Arthrose. Dies kann zum einen durch Übergewicht bedingt sein oder aber durch sportliche Aktivität, einseitige Belastung der Gelenke oder durch Fehlbelastung aufgrund von Schmerzkompensation. Die Überbelastung von Gelenken kann man relativ gut vermeiden, indem man Gewichtsreduktion betreibt, die Umgebung des Hundes möglichst gut auf seine Bedürfnisse anpasst und die Bewegung so gestaltet, dass sie schonen für die Gelenke ist.

Nächste Schritte: Anpassung und Optimierung

Nachdem wir einen kurzen Ausflug zu den Auslösern von Arthrose beim Hund gemacht haben, wollen wir uns nun anschauen, wie wir diese am besten vermeiden und unser Arthrose Management weiter verbessern können. Hierzu möchte ich dir die folgenden Punkte vorstellen:

5. Übergewicht reduzieren

Als einer der primären Auslöser von Arthrose beim Hund ist es wichtig, Übergewicht zu reduzieren.
Hier mehr dazu.

6. Anpassung der Umwelt

Es gibt viele Maßnahmen, die du ergreifen kannst, um zusätzliche Schmerzen und Schäden zu vermeiden.
Lies hier mehr.

7. Zusätzliche Therapien

Neben Schmerzmitteln haben physikalische Therapien einen festen Platz im Arthrose-Management.
Hier sind die Möglichkeiten

8. Eigeninitiative

Viele Dinge kannst auch du selbst tun, um das Wohlbefinden deines Hundes zu steigern. Lies über Akupressur und Rotlichttherapie

Anpassung der Therapie – eine Daueraufgabe

Oben haben wir dir nun schon eine Reihe an Behandlungsoptionen für deinen Hund mit Arthrose vorgestellt. Du hast gelernt, dass die Therapie von Arthrose einen multimodalen Ansatz erfordert. Das heißt, dass mehrere Maßnahmen im Zusammenspiel erforderlich sind, um ein befriedigendes Ergebnis und ein gutes Wohlbefinden für deinen Vierbeiner zu erreichen.

Da es sich bei Arthrose um eine chronische Erkrankung handelt, für die es keine wirkliche Heilung gibt, ist dein Hund lebenslang auf eine Therapie angewiesen. Nun können sich die Gegebenheiten im Laufe der Zeit natürlich auch ändern. Möglicherweise verschlimmern sich die Gelenkveränderungen und das Schmerzlevel deines Hundes steigt. Dies kann zu der Situation führen, dass die Therapiemaßnahmen, die zu Beginn für eine deutliche Entlastung geführt haben, inzwischen nicht mehr ausreichend sind.

Aus diesem Grund ist eine regelmäßige Nachuntersuchung durch einen Tierarzt und die entsprechende Anpassung des Behandlungsplans nach einiger Zeit notwendig. Vielleicht benötigt dein Hund ein anderes Schmerzmittel oder eine höhere Dosis? Oder hat sich die Mobilität deines vierbeinigen Freundes mit der Zeit verschlechtert und es müssen weitere Maßnahmen getroffen werden, um ihm das Leben zu erleichtern?

Häufig gestellte Fragen zu Arthrose beim Hund

Was sind die Anzeichen von Arthrose beim Hund?

Die ersten Anzeichen einer Arthrose beim Hund können undeutlich sein und erst einmal nicht sofort in die richtige Richtung weisen. Hier ist eine Liste der häufigsten Symptome von Arthrose beim Hund.

Bewegungsunlust
Langsamer laufen als gewöhnlich
Aufheulen bei Berührung bestimmter Körperstellen
Vermehrtes Liegen
Änderung der Körperhaltung z.B. Rücken aufgezogen.
Schwierigkeiten beim Springen auf die Couch oder in den Kofferraum.
Schwierigkeiten, eine geeignete Schlafposition zu finden.
Reizbarkeit und Aggressivität
Vermehrtes Schlafen.
Keine Lust, Spaziergänge zu unternehmen.
Schwer zum Spielen zu motivieren.
Schwierigkeiten beim Kot- oder Urinabsatz.
Vermehrte Lautäußerungen oder Stöhnen bei bestimmten Bewegungen.

Kann man Arthrose beim Hund ohne Schmerzmittel behandeln?

Zeitweise können Hunde sicherlich auch ohne Schmerzmittel auskommen. Allerdings sind Medikamente über einen längeren Zeitraum betrachtet ein wichtiger Baustein des Arthrose-Managements. Was man beachten sollte: Schmerzmittel alleine sind keine ausreichende Behandlung, sie sollten immer von anderen Maßnahmen flankiert werden:

Wie ist die Lebenserwartung für einen Hund mit Arthrose?

Arthrose beeinträchtigt die Lebenserwartung deines Hundes nicht direkt. Allerdings kann es sein, dass dein Hund trotzdem Lebensjahre verliert, weil dein Hund aufgrund von Schmerzen an Lebensqualität einbüßt. Möglicherweise musst du dann vorzeitig die schwere Entscheidung treffen, deinen vierbeinigen Freund zu erlösen.
Mehr dazu lesen.

Wie kann man Arthrose bei Hunden mit natürlichen Mitteln behandeln?

Es gibt Wirkstoffe, die natürlicherweise einen entzündungshemmenden Effekt haben, wie z.B. Omega-3-Fettsäuren und andere Supplemente. Außerdem sollte Anpassungen in der Umwelt des Hundes vorgenommen werden, um eine Retraumatisierung der Gelenke zu vermeiden und den Alltag möglichst schmerzfrei zu gestalten.

Welche Hunderassen neigen zu Arthrose?

In der Regel bekommen Hunde, die besonders groß und schwer werden, häufiger Arthrose als andere. Daher haben Labradore, Schäferhunde, Rottweiler, Doggen, Bernhardiner und ähnliche Hunderassen eine stärkere Neigung an Arthrose zu erkranken.

Was ist besser gegen Arthrose beim Hund – Wärme oder Kälte?

Die kurze Antwort lautet: In den meisten Fällen Wärme. Hier kannst du mehr zum Thema lesen.

Wie viel Bewegung ist gut für einen Hund mit Arthrose?

Allgemein gesprochen sollte dein Hund ausreichend und regelmäßige leichte Bewegung bekommen, ohne überlastet zu werden. Außerdem sollte auch einen nicht zu harten, ebenen Untergrund geachtet werden. Hier findest du mehr zum Thema Bewegung.

Wie wirkt die neue Spritze gegen Arthrose beim Hund?

Mit Librela ist ein neuartiges Medikament gegen arthrosebedingte Schmerzen beim Hund auf den Markt gekommen. Erste Erfahrungen sind sehr ermutigend. Hier findest du mehr Informationen zum Thema.

Kann man Arthrose beim Hund auch mit Akupressur behandeln?

Ja, Akupressur kann zur unterstützenden Schmerzbehandlung und zur Verbesserung der Mobilität bei Arthose angewendet werden. In diesem Artikel findest du eine genaue Anleitung, wie du deinen Hund mit Akupressur behandeln kannst.

Hilft meinem Hund die Behandlung mit Rotlicht bei Arthrose?

Ja, die Rotlichttherapie hat sich genau wie die Low-Level Light Therapie als sehr hilfreich erwiesen. Erfahre in diesem Artikel mehr dazu.

Was ist bei der Ernährung von Hunden mit Arthrose zu beachten?

In vielen Fällen ist die Ernährung einer der auslösenden Faktoren für Arthrose, daher ist eine Umstellung in wichtiger Baustein der Therapie. Hier findest du mehr zu Thema.

Wie sieht Arthrose beim Hund im Endstadium aus?

Während des Endstadiums von Arthrose werden die Gelenkschmerzen des Hundes so stark, dass sowohl die Mobilität, als auch die Lebensqualität massiv eingeschränkt sind. Allerdings ist es nicht gesagt, dass die Erkrankung bis zu diesem Stadium fortschreitet und somit die Lebenserwartung deines Hundes einschränkt.

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