Husten beim Pferd mit Akupressur behandeln

Husten tritt beim Pferd extrem häufig auf. Man sollte dieses Symptom in jedem Fall ernst nehmen und gewissenhaft behandeln. In diesem Artikel findest du alles Wichtige zu möglichen Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten deines hustenden Pferdes. Außerdem werde ich auf die unterstützende Wirkung der Akupressur auf die Lunge beim Pferd eingehen. Los geht’s!

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Husten beim Pferd – Häufig und immer ernst zu nehmen!

Husten ist im Pferdestall ein alltägliches Problem. Über lange Zeit wurde diesem Symptom jedoch nicht die Aufmerksamkeit geschenkt, die es verdiente. Fakt ist: Jeder Husten sollte abgeklärt werden. Denn auch einmaliges Husten zu Beginn der Arbeit ist nicht normal und sollte als Warnsignal verstanden werden.

In den letzten Jahren hat chronischer Husten unter Pferden eine immer größere Bedeutung gewonnen. Das Symptom Husten ist dabei nur als Begleitersterscheinung eines größeren Symptomkomplexes zu betrachten, auf den wir weiter unten noch eingehen werden.

Husten ist nicht gleich Husten – Mögliche Ursachen

Husten beim Pferd kann unterschiedliche Ursachen haben. Im Allgemeinen kann man sagen, dass man zwischen infektiösen Ursachen (Viren und Bakterien) sowie anderen Gründen unterscheiden kann. Der bei weitem häufigste Grund für nicht-infektiösen Husten ist das Equine Asthma, auf das wir unten weiter eingehen werden. In sehr seltenen Fällen können jedoch auch Schluckstörungen, Tumore oder andere Ursachen zum Husten führen. Da der Auslöser nicht immer offensichtlich ist, sollte ein hustendes Pferd immer dem Tierarzt vorgestellt werden.

Equines Asthma

Equines Asthma ist so etwas wie eine Volkskrankheit beim Pferd. Vielen Reitern ist die Krankheit auch noch als Dämpfigkeit oder Chronisch Obstruktive Bronchitis bekannt. Allerdings ist der Name Asthma passender, da das Krankheitsbild dem menschlichen Asthma sehr ähnlich ist.

Im Krankheitsverlauf kommt es zur chronischen Entzündung und zum Anschwellen der unteren Atemwege. Außerdem bildet sich tief in der Lunge häufig ein zäher Schleim und die Bronchien verkrampfen sich. Dies erschwert dem Pferd die Ausatmung. Es muss bei jedem Ausatmen gegen einen Widerstand atmen, was zu einem übermäßigen Wachstum der Atemmuskulatur führt. Ihr Ansatz wird dann in Form der Dampfrinne sichtbar.

Symptome von Equinem Asthma

Neben dem Auftreten von Husten gibt es noch weitere Hinweise, die auf das Vorliegen von equinem Asthma hindeuten können. Hier findest du eine List möglicher Symptome:

  • Husten in jeder Form und Situation
    • Husten beim Reiten
    • Husten beim Fressen, vor allem Heu
    • Pferd hustet und furzt gleichzeitig
  • Erhöhte Atemfrequenz in Ruhe (8-16 Atemzüge beim Großpferd sind normal)
  • Bauchatmung (Hochziehen des Bauches während des Ausatmens)
  • Dampfrinne
  • Nasenausfluss
  • Leistungsschwäche
  • Geblähte Nüstern in Ruhe

Behandlungsmöglichkeiten von Asthma beim Pferd

Das medizinishe Behandlungsprinzip von equinem Asthma basiert auf den folgenden Bausteinen:

  • Schleimlösung
  • Bronchienweitstellung (oral oder als Inhalation)
  • Entzündungshemmung (als Injektion, oral oder Inhalation)

In jedem Fall sollte umgehend eine vom Tierarzt verordnete medikamentöse Therapie begonnen werden. So kann dem Pferd schnell zu einem besseren Wohlbefinden verholfen, und Folgeschäden der Lunge minimiert werden.

Insgesamt gäbe es zu medikamentösen Therapie noch einiges zu berichten, ganze Bücher sind über dieses Thema geschrieben worden. Zur Ergänzung nur noch so viel: In den kommenden Jahren scheint der Trend mehr in die Richtung inhalativer Therapien zu gehen. Dies ist eine gute Nachricht für die betroffenen Pferde, da die Wirkstoffe so zielgerichteter und mit weniger Nebenwirkungen angewendet werden können.

Zusätzliche Maßnahmen zur Behandlung von equinem Asthma

Zusätzlich zur Medikamentengabe ist es wichtig, dass auslösende Faktoren entweder eliminiert oder so stark wie möglich reduziert werden. Hierzu bieten sich folgende Maßnahmen an:

  • Füttern von nassem oder bedampften Heu.
  • Gute Belüftung des Stalls.
  • Vermeiden von Staub im Stall (beim Füttern, Einstreuen, Fegen etc).
  • Vermeiden von staubigen Reithallen und Reitplätzen.
  • Pferd nach Atemwegsinfekten auskurieren lassen.
  • Regelmäßige Bewegung zur guten Belüftung der Atemwege und Lockerung von Sekret.
  • Inhalation mit Kochsalzlösung – Hierzu eignet sich der beispielsweise der Ultraschall Inhalator von Mediware. Hier kannst du direkt den aktuellen Preis bei Amazon abrufen.
  • Hustenkräutermischungen unterstützen den Reinigungsprozess der Bronchien.

Akupressurpunkte zur Behandlung von Husten beim Pferd

Akupressurpunkte für Husten beim Pferd

Akupressurpunkte für Husten beim Pferd

  • LU 01 – Mu Punkt der Lunge, hilfreich bei allen Lungenerkrankungen.
  • LU 05 – besonders hilfreich bei Infekten, wenn Fieber involviert ist.
  • LU 07 – Meisterpunkt für Kopf und Hals, bei allen Atemwegsbeschwerden.
  • NI 03 – Besonders bei Equinem Asthma mit trockenem Husten und wenig Nasenausfluss.
  • MP 06 – Bei Asthma und trockenem Husten.
  • MA 40 – Sinnvoll zum Lösen von zähem Schleim.
  • BL 13 – Shu Punkt der Lunge, bei allen Atemwegserkrankungen anwendbar.

Wie werden Akupressurpunkte behandelt?

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, Akupunkturpunkte zu stimulieren. Professionelle Therapeuten greifen in der Regel auf Akupunkturnadeln oder spezielle Behandlungslaser zurück, um einen Punkt zu behandeln. Allerdings kann auch die sanfte Massage mit den Fingern zur gewünschten Wirkung führen. Diese Technik nennt sich dann Akupressur.

Alternativ kannst du die Akupunkturpunkte bei deinem Pferd auch mit Laserakupunktur behandeln. Bei dieser Methode verwendest du einfach einen Akupunkturlaser wie diesen*, um die entsprechenden Punkte auf der Körperoberfläche deines Pferdes zu stimulieren.

Massagetechniken

Wir benutzen in der Regel diese beiden Massagetechniken, um eine sanfte Stimulation der Akupressurpunkte hervorzurufen. Nach einiger Zeit wirst du die für dich beste Technik gefunden haben und mühelos behandeln können.

  • Daumen Technik: Bei dieser Technik benutzt du die Finderbeere deines Daumens. Der sanfte Druck wird in einem 5-90° Winkel ausgeübt. Punkte am Rumpf oder an den Gliedmaßen können mit dieser Technik behandelt werden.
  • Zwei Finger Technik: Platziere die Spitze deines Mittelfingers auf dem Nagel des Zeigefingers und übe so sanften Druck auf den zu behandelnden Punkt aus.

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Übung macht den Meister

Die Meridiane und die zugehörigen Punkte befinden sich direkt unter der Haut. Eine Massage mit sanftem Druck ist also vollkommen ausreichend, um den Punkt zu stimulieren. Starker, punktueller Druck kann unangenehm für dein Pferd sein oder zusätzliche Schmerzen auslösen. Sollte dein Pferd während der Behandlung Anzeichen von Unwohlsein oder Schmerzen zeigen, unterbrich die Behandlung und taste dich über andere Punkte an das Geschehen heran.

Wenn du dir zu Beginn nicht sicher bist, ob deine Behandlung effektiv ist, ist das völlig normal! Es braucht eine Weile, um ein Gefühl für den Pferdekörper zu bekommen. Wenn du dein Pferd aufmerksam beobachtest, wirst du nach einiger Zeit Reaktionen auf deine Massage feststellen. Übe einfach über einen Zeitraum von etwa 30 Sekunden bis 2 Minuten sanften Druck auf den Punkt aus, den du behandeln möchtest und konzentriere dich auf das, was du fühlst. Dein Pferd wird dir mit Sicherheit mitteilen, wie sich deine Massage für ihn anfühlt.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Artikel helfen. Sollte dies der Fall gewesen sein, würde ich mich freuen, wenn du ihn mit interessierten Freunden oder Familienmitgliedern teilst.

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